Prachtvoll erhaltene Barockanlage

Kloster Ochsenhausen

Speisen unter biblischen Bildern

Das Refektorium

Im Erdgeschoss des Südflügels liegt das Refektorium, hier nahmen die Mönche ihre Mahlzeiten ein. Es wurde zwischen 1738 und 1740 modernisiert und nach einem Brand 1781 renoviert. Die Deckenfresken schuf Johann Georg Bergmüller, den Stuck wahrscheinlich Gaspare Mola.

Foto aus dem Jahr 1928 vom Refektorium von Kloster Ochsenhausen; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Robert Bothner

Historische Ansicht des Refektoriums.

Gemeinsames Essen

Drei Mal täglich versammelten sich die Mönche im Speisesaal, dem Refektorium, um dort gemeinsam, aber zumeist schweigend, die Mahlzeiten einzunehmen. Die Benediktiner hielten sich zwar streng an die vom Ordensgründer, dem heiligen Benedikt, vorgegebenen fleischlosen Tage und Fastenzeiten, aber sie lebten nicht grundsätzlich vegetarisch. Außerdem erhielt jeder Mönch pro Tag eine begrenzte Menge Wein oder Bier zugestanden.

Zur Unterhaltung und Belehrung

Dass ein Refektorium kein gewöhnlicher Speisesaal ist, verdeutlichen die Gemälde an der niedrigen Decke des lang gestreckten Raumes. Sie präsentieren Gastmähler aus dem Neuen und Alten Testament. Das zentrale Deckengemälde verweist auf Papst Gregor den Großen, der aus dem Benediktinerorden kam. Hier wird er vor dem Papstpalast in Rom samt Schweizer Garde bei einem Gastmahl gezeigt – ein deutlicher Hinweis auf die Gastfreundschaft der Benediktiner und des Klosters Ochsenhausen.

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