Wappen aus Ost-Frontispiz, Bild: Stadt Ochsenhausen

Ein Ochse im Klosterwappen

Anekdote: Die Gründungslegende

Der Schatz eines frühmittelalterlichen Frauenklosters und ein unbedarfter Ochse sind an der Gründung von Kloster Ochsenhausen beteiligt. Oft haben Legenden einen wahren Kern: So mag es tatsächlich vor der Gründung des Benediktinerklosters schon ein Kloster gegeben haben.

Öchsleregister an der Gabler-Orgel in der Klosterkirche von Kloster Ochsenhausen, Bild: Stadt Ochsenhausen

Passend zur Legende: das Öchsle-Register der Orgel.

Bauer und Ochs werden fündig

Der Legende nach soll in Ochsenhausen schon im 10. Jahrhundert ein Frauenkloster bestanden haben. Als die Hunnen kamen, hatten die Nonnen die Flucht ergriffen. Zuvor aber vergruben sie ihren Schatz in einem Acker. Hundert Jahre später fand ihn ein Bauer beim Pflügen, weil sein Ochse hartnäckig immer wieder an dieser Stelle stehen blieb. Hier wurde daraufhin das Kloster gegründet. Der Name des Benediktinerklosters und der Ochse im Klosterwappen erinnern noch heute daran.

Deckenfresko im Mittelschiff der Klosterkirche von Kloster Ochsenhausen

Darstellung der Grundsteinlegung im Deckenfresko.

Die Fakten gefällig?

Historisch gesichert ist die Weihe der Kirche und des Klosters zu Ehren des heiligen Georg im September 1093. Die Klostergründung geht auf eine Stiftung der Adeligen Konrad, Hawin und Adelbert von Wolfertschwenden zurück. Sie stifteten Ochsenhausen als Hauskloster für ihr Seelenheil. Anfangs umfasste die Stiftung vor allem den Ort Ochsenhausen.

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